16.1.2017

Die vergangene Woche begann mit der Vorstellung unseres Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier in der Landtagsfraktion und vor dem Plenum. Die Fragen, die Frank Walter u.a. aufwarf, treiben uns alle um: „Was ist der Kitt, der uns zusammenhält? Sprechen wir nicht mehr die Sprache, die „draußen“ verstanden wird?“ Antworten blieb er natürlich nicht schuldig, er ist der Meinung, dass die Grundfragen der Demokratie wieder gemeinsam über Parteigrenzen und vor allem soziale Grenzen hinweg diskutiert werden müssen. Allerdings ist die Kommunikation über Politik komplexer geworden und Antworten auf Fragen sind nicht einfacher geworden. Dennoch stellte er fest: „Ich werde nicht einstimmen in das Gejammere über die „unfähige“ Politik.“, und mahnte uns alle, uns nicht selbst in die Ohnmacht zu reden, denn Zuversicht und gute Perspektiven blieben in unserem Land berechtigt. Manchmal müssen wir uns mit einer weniger guten Entscheidung zufrieden geben, weil es eben eine einfache Lösung für ein komplexes Thema nicht geben kann. Und er betonte schließlich: „Demokratie verträgt keine Resignation!“ Da stimme ich ihm absolut zu.

In dieser Woche hatte ich zwei längere Gespräche rund um die Fragen, die viele Menschen bewegen. Beide Gesprächswünsche gingen von Männern aus, die sich einfach mal mit mir über Politik insgesamt unterhalten wollten. Das eine war ein Telefonat mit jemandem, der sich etwas von der Seele reden wollte, was sich in den letzten beiden Jahren angesammelt hatte – und, ja, es ging auch um den Weg, den wir in der Flüchtlingspolitik eingeschlagen haben.

Das zweite Gespräch war im „setting“ bemerkenswert: Bei der Fahrkartenkontrolle sah der Zugbegleiter meinen Abgeordnetenausweis und fragte mich spontan, ob er mit mir reden dürfe. Ich sagte natürlich zu und nachdem er seine Kontrolle abgeschlossen hatte, setzte er sich mir gegenüber. Auch hier traf ich auf die gleichen Fragen, auf einen sorgenvollen Blick in die Zukunft.

Beide Gespräche waren gekennzeichnet von Offenheit, von gegenseitigem Zuhören, von Zustimmung, wo sie gegeben werden konnte und von Unterschieden, wo sie sich abzeichneten, ohne dass wir einander Vorhaltungen machten. Und ich glaube, ich darf sagen, dass wir uns verstanden haben, so dass ich sehr wohl sagen kann, dass wir durchaus die gleiche Sprache sprechen, wenn wir es wollen.

Ganz ehrlich? Ich war und bin begeistert von den Gesprächen, weil sie das sind, was ich gern erleben möchte: Zuhören, was mein Gegenüber bewegt, erzählen dürfen, was ich dazu meine – und wenn wir uns inhaltlich aufeinander zubewegen, ist das wunderbar; wenn nicht, wir aber trotzdem respektvoll miteinander umgehen, ist auch das in der heutigen Zeit - wenn wir uns schnell Vorwürfe machen bis hin zu Beschimpfungen und Beleidigungen - da ist auch das ein kleines Wunder.

Ich hab's erlebt. Dafür bin ich dankbar.

Eine wunderbare Woche wünscht

 

Luzia Moldenhauer.

Frank Walter Steinmeier wird Bundespräsident

Themenbereich Flüchtlinge

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